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  Die Sprachverarbeitung

Die Aufgabe der Sprachverarbeitung besteht in der Entschlüsselung des Sprechschalls. Zu diesem Zweck wird die gehörte lautsprachliche Äußerung in kleinere Einheiten zerlegt. Erkennbare kleinere Einheiten innerhalb eines Redeflusses sind zunächst Sätze. Wir definieren diejenigen Äußerungen als Sätze, die eine grammatische Einheit bilden und einen inhaltlich und begrifflich logischen Bezug haben. Sätze lassen sich im Sprechablauf als Wortgruppen identifizieren, die durch Pausen (Atempausen oder Sprechpausen) voneinander getrennt sind.

Wichtigste Einheiten für das Sprachverständnis sind die Wörter. Um in fließender Rede einzelne Wörter zu identifizieren und von anderen ähnlich klingenden zu differenzieren, müssen noch kleinere Einheiten erkannt werden, nämlich die Lautstruktur der Silben. Aber auch der Sprechrhythmus, der Wechsel von betonten und unbetonten Silben, die Unterscheidung betonter und unbetonter Wörter und die Sprechmelodie sind für die Verstehen von Bedeutung. Dinge und Handlungen werden mit dem wahrgenommenen und analysierten Sprechschall in Verbindung gebracht und so die Bedeutung erschlossen. Je mehr Erfahrungen und Wissen über die Welt ein Kind erworben hat, desto schneller wächst sein Wortverständnis.
Grundlage für das Satzverständnis ist das Verstehen von Wortkombinationen, von grammatischen Funktionswörtern (z. Bsp. Konjunktionen, Hilfsverben) und Wortreihenfolgen. Aussagesätze unterscheiden sich von Fragesätzen durch eine andere Wortstellung. Je mehr Erfahrungen ein Kind in der sprachlichen Kommunikation sammelt, desto reichhaltiger ist sein Übungsangebot im Verstehen von Sätzen.

Da gesprochene Sprache über unser auditives System wahrgenommen wird, ist ein gesundes und ausreichendes Hörvermögen die Voraussetzung für die Sprachverarbeitung.

 

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